" Der Weg in die Trockenheit "
Wahrnehmung der Krankheit und Kontaktaufnahme

 

" Wahrnehmung der Krankheit & Kontaktaufnahme "

  • Der Alkohol zerstört nicht nur den Betroffenen selbst. sondern auch das soziale Umfeld (Familie, Arbeitsplatz, Freundeskreis, etc.) des Erkrankten. Bei Erkennen sollte man das Problem offen ansprechen und die Bereitschaft des Abhängigen fördern, sich mit seiner Sucht auseinander zu setzen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ansprechpartner können der Arzt, Suchtberatungsstellen oder Selbsthilfegruppen sein.
Wahrnehmung der Krankheit und Kontaktaufnahme

" Entgiftung "

  • Während der Entgiftungsphase geht es um die Behandlung der Entzugssymptome. Diese können individuell unterschiedlich ausgeprägt sein. Je nach Schwere des Entzugs wird eine medikamentöse Behandlung durchgeführt, durch die Beschwerden gemildert und Komplikationen verhindert werden sollen. Wichtiges Element der Entgiftungsbehandlung sollte es auch sein, den Abhängigen zu weiteren Behandlungsschritten zu motivieren.
  • Die Entgiftung sollte immer unter ärztliche Kontrolle durchgeführt werden, da es hier auch zu lebensbedrohlichen Umständen kommen kann und dauert in der Regel heute je nach körperliche Verfassung mindestens 14 Tage. ( Eine Einweisung in eine Klinik zum stationären Entzug stellt der Hausarzt aus und diese muss von der Krankenkasse genehmigt werden.
Wahrnehmung der Krankheit und Kontaktaufnahme

" Entwöhnung "

  • Eine Entwöhnungsbehandlung ( Therapie ) kann prinzipiell ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt werden. Hauptsächlich und empfehlenswert sollte die Entwöhnung in Suchtfachkliniken durchgeführt werden. Diese Behandlung kann bis zu 16 Wochen dauern. Als Behandlungsziel wird die Abstinenz des Betroffenen sowie evtl. die Erhaltung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und des sozialen Umfeldes ( Familien ) angestrebt.
  • Der Grundstein hierfür wird bereits in der Entgiftung festgelegt, dort werden bereits Therapiemaßnahmen individuell besprochen und auch mit Hilfe des Therapeuten eingeleitet. ( Kostenträger für stationäre Entwöhnungsbehandlungen ist immer der zuständige Rententräger des Betroffenen - Anträge werden über die Krankenkasse gestellt ).
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" Nachsorge "

  • Ziel der Nachsorgephase ist die Sicherung der Abstinenz. In der Regel wird während der Entwöhnung ein individueller Nachsorgeplan erarbeitet. Ein wichtiger Bestandteil der Nachsorge ist der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe. Mit einem solchen Besuch einer Gruppe sollte schon mit Beginn der Entwöhnung begonnen werden . Auch der Besuch eines Psychologen kann in dieser Phase sehr nützlich sein. Des weiteren kann auch für eine begrenzte Zeit eine medikamentöse Behandlung mit sog. Anti-Craving-Substanzen sinnvoll sein. Diese Medikamente haben kein Abhängigkeitspotential und sollen den Suchtdruck verhindern.
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