11 Tipp´s für deine Trockenheit

Nachdem Du aufgehört hast zu trinken, ist es Dein Hauptproblem, nicht wieder damit anzufangen. Sowohl nach kurzer Zeit aber auch nach Jahren in der Trockenheit kann es Momente geben, wo Du Tipp´s brauchst, die Dir helfen sollen, nicht nach dem ersten Glas zu greifen.
  1. Essen, soviel du kannst. Bei vollem Magen ist die Wahrscheinlichkeit, daß Dich nach einem Schluck Alkohol verlangt, geringer. Kleinere Naschereien zwischendurch helfen.

  2. Trinken, soviel wie reingeht. Auch wenn Du keinen Durst verspürst, helfen Dir Unmengen von Selters, Kaffee mit viel Zucker, Fruchtsäfte, Tee oder andere alkoholfreie Getränke dabei, das unterbewußte Bedürfnis nach dem Stoff zu mildern.

  3. Das Gefühl der Niedergeschlagenheit des sich " Zumachen wollenst " ist schlimm. Überprüfe anhand Deiner Erinnerungen aber, ob an Deinem letzten Tag mit Suff nicht doch alles noch aussichtsloser erschien.Suche Dir Freunde, denen es ähnlich ging ( z.B. in Selbsthilfegruppen ).

  4. Rumsitzen und ins Leere starren hilft Dir nicht. Tue etwas : Irgendetwas Positives. z.B. rasiere Dich, nimm eine Dusche, putze Deine Schuhe, gehe Sport treiben, ordne Deine Unterlagen und lege Dir alle Deine Sachen, die mit der Alkoholkrankheit zu tun haben - Bücher, Gruppenverzeichnisse, alle Notizen vom letzten Therapieaufenthalt - griffbereit hin.

  5. Schreibe Dir wichtige Telefonnummern auf einen Zettel und trage diesen immer bei Dir.

  6. Das Telefon ist das wichtigste Bindeglied zu Deinen Gruppenfreunden. Scheue Dich nicht anzurufen. Die person, die Du trocken anrufst, wird Dich nicht zurückweisen und braucht Deinen Anruf vielleicht ebenso wie Du. Trage immer genügend Münzen und eine Telefonkarte bei Dir.

  7. Versuche Deinen tag zu planen. Schreibe die wichtigsten Sachen auf, die Du erledigen willst oder mußt. Wichtig dabei : Kleine Schritte und einer nach dem anderen.

  8. Versuche immer, die Beherrschung zu behalten. Denke daran, daß vielleicht auch der andere Recht haben könnte. Wut, Trauer oder auch starke Glücksgefühle kannst Du am besten in der Gruppe rauslassen. Hier wird jeder für Dich Verständnis haben.

  9. Es fällt schwer, neue Wege zu gehen. Jede neue Gruppe aber, die Du trocken erreichst, wird Dich weiterbringen. Habe diesen Mut zu neuen Wegen. Sprich von Dir. Erlebe das Gefühl der Erleichterung. Es klärt sich vieles, wenn Du Deine Gedanken aussprichst und Dir selber dabei zuhörst. Reden hilft !

  10. Laute Musik kann Dir helfen, die schwierigen Momente zu überbrücken. Sie kann aber auch das Gegenteil bewirken. Es mag besser sein, Dich mit leiser Radiomusik oder Fernsehen im Hintergrund abzulenken. Lasse nachts in angrenzenden Räumen Licht an. Du wirst Dich beim aufwachen geborgener fühlen.

  11. und ganz wichtig

Es gibt kein Problem, welches Du mit Alkohol nicht noch größer machen würdest.

Und denke daran : Pille = Pulle

Weitere Tipps bei Saufdruck findest Du auch unter :
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