Diskussionsanregung
zum Thema :

Neues Erfolgsrezept zur Heilung
von Alkoholkranken "Alita "

Folgenden Beitrag habe ich dem Berliner Wochenblatt vom 20.06.2001 entnommen und
möchte ihn zur Diskussion stellen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinungen oder
gar Erfahrungen hierzu per E-Mail an www.alkohol-hilfe.de mitteilen würdet, die ich dann
auch unter Angabe eures Namens und E-Mail Adresse veröffentlichen werde.
gez. Thomas Webmaster von alkohol-hilfe.de

" Neues Rezept für Alkoholkranke "
Ambulante Therapie mit Pillen und täglichen Gesprächen

Tempelhof-Schöneberg. Das Interesse war riesig, der große Saal bis auf den letzten Platz besetzt, als die Wissenschaftlerin Professor Hannelore Ehrenreich aus Göttingen kürzlich im Rathaus Schöneberg ihr alternatives Rezept zur Heilung von Alkoholkranken vorstellte.

Ehrenreichs "Alita" genanntes Verfahren beruht auf einem von der Universität Göttingen und dem
Max-Planck-Institut entwickelten ambulanten Langzeit-Therapieprogramm für schwer alkoholkranke Menschen.Alita (Ambulante Langzeit-Intensivtherapie für Alkoholkranke) "verspricht deutlich höhere Erfolgsquoten gegenüber bisherigen Programmen", sagen die Experten vom Tempelhof-Schöneberger Gesundheitsamt, die das Verfahren auch in Berlin zur Anwendung bringen wollen. In Göttingen wurden bisher insgesamt 62 alkoholkranke Patienten, fünf Frauen und 57 Männer, mit Erfolg behandelt. "Einige Krankenkassen unterstützen unser Konzept schon, mit den anderen und den Rentenversicherern verhandeln wir noch", so Ehrenreich.

Gespräche wichtig

Ehrenreich zum Berliner Wochenblatt: "Unsere Therapiemethode besteht aus vier Phasen. Dazu gehört in der ersten Phase unbedingt der tägliche mindestens 15-minütige Gesprächskontakt mit den Patienten. Wenn sich Patienten den Gesprächen entziehen und nur einmal nicht kommen, machen wir das, was wir aggressive Nachsorge nennen und stellen ihnen nach. Dabei ist der Therapieaufwand für den einzelnen Patienten zwar erheblich, aber in Anbetracht dessen sind die Kosten vergleichsweise gering - um die 20 000 Mark für die rund zweijährige Therapie." Die Therapeuten müssen über die täglichen Gespräche hinaus versuchen, den Patienten bei der Verbesserung und Stabilisierung ihrer sozialen Situation zu helfen. Dazu gehört, sowohl Hilfe
bei Arbeits- und Wohnungssuche und bei Problemen in der Familie zu leisten als auch rund um die Uhr für die Patienten erreichbar zu sein. Die Patienten müssen Alkoholunverträglichkeitsmittel einnehmen und ständig Urinproben zur Kontrolle abliefern. Wer die "Einjahresmarke" trocken überschreitet, muss nur noch einmal wöchentlich für ein Gespräch zur Verfügung stehen und die Einnahme der Medikamente ("Colme" beziehungsweise "Antabus") wird etappenweise heruntergefahren. "Das Ziel ist eine stabile Abstinenz" so Ehrenreich. HDK

weiteres zu diesem Thema könnt ihr hier nachlesen :
Umfrage von www.alkohol-hilfe.de
Umfrage zum Thema : Neues Erfolgsrezept zur Heilung von Alkoholkranken " Alita "

Hier habt ihr die Möglichkeit eure Meinung zu dieser Therapiemöglichkeit abzugeben

Ich finde diese Therapiemöglichkeit GUT :
Ich finde diese Therapiemöglichkeit NICHT GUT :
          
zurück zur Übersicht > Suchthilfen <