Eure Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen

Für die Inhalte der hier veröffentlichten Erfahrungen übernehme ich keine Verantwortung,
jeder Beitragende ist für sich selbst verantwortlich.
gez. Thomas Webmaster von alkohol-hilfe.de

Erfahrungen von Thomas - thomas@alkohol-hilfe.de

Meine Erfahrungen in SHG sind recht unterschiedlich gewesen. Das beruht auch, vielleicht auf meine damaligen Ansichten über Gruppen. Als ich 1994 meinen ersten Entzug machte und auch mir sehr recht unterschiedliche Gruppen ansah. Die teils positiv und auch negativ waren. Hatte ich für mich noch nicht den Sinn einer Gruppe entdeckt. Dies kam erst viel später.

Deshalb ging ich dann auch während meiner Trockenheit von 4 Jahren in keine Gruppe mehr.

Aus vielleicht Überheblichkeit dachte ich, was bringen mir schon Gruppen, aber heute, da ich nach meinem Rückfall einen zweiten Anlauf begann, habe ich festgestellt, wie wichtig es für mich ist, eine SHG zu besuchen.

Ich bin jetzt fest der Überzeugung, das Aufgrund meiner jetzigen Erfahrungen, ich nicht mehr Trocken wäre, wenn ich meine Gruppe nicht in den schweren Zeiten von Entäuschungen, die ich durchgelebt habe, gehabt hätte. In meiner Gruppe fand ich Menschen, die mir durch ihre Erfahrungen und auch Wärme , mir soviel Mut machten, das ich all das negative sehr gut verarbeiten konnte.

Ich bin meiner Gruppe sehr dankbar dafür. Denn dank auch meiner Gruppe, bin ich nun mehr schon wieder 3,5 Jahre Trocken.

Ich kann jeden nur raten, sucht euch eine SHG nach euren Vertrauen und sollte es nicht gleich beim ersten Besuch die richtige für euch sein, dann verliert nicht den Mut und sucht weiter. Zum Glück gibt es ein riesiges Angebot von Gruppen. Da findet ihr auch bestimmt eine, die zu euch paßt.

Thomas

Erfahrungen von Marina -

Ich habe sehr gute Erfahrung mit einer SHG gemacht. Dort hatte ich die Möglichkeit mit einer Kleingruppe über meine Probleme zu reden, wo mein Partner nicht mit anwesend war. Ich finde es auch toll das es die Möglichkeit gibt, in einer SHG mehrere Kleingruppen zu bilden und vorallem unter Gleichgesinnte zu sein.

Marina

Erfahrungen von Ilo - Ilona.Buehring@t-online.de

Ich kann allen Betroffenen und Angehörigen nur wärmstens empfehlen regelmäßig eine Gruppe zu besuchen. Zur Zeit nehme ich mir jedoch eine Auszeit, da mir die Gruppe vor Ort zur Zeit nicht mehr das bieten kann, was ich eigentlich von einer Selbsthilfegruppe erwarte.

Ilo

Erfahrungen von Otmar Alles / KB Neuss Nord- otmar@mail.isis.de

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, daß ich auch noch heute - nach 23 jahren Trockenheit - immer noch eine Gruppe brauche. Denn nur dort finde ich ausreichend Verständnis für meine Probleme, die ein Nichtabhängiger nicht verstehen kann. ich werde - so wie ich es heute einschätzen kann - wahrscheinlich mein Leben lang eine Gruppe besuchen, da ich sie ganz einfach brauche.

Otmar Alles
KREUZBUND e.V.
Gruppe Neuss - Nord

Erfahrungen von Peter - PFlaschengeist@aol.com

Ich besuche seit drei Jahren eine SHG und ich kann sagen das sich seither mein Leben positiv verändert hat. Ich habe in dieser Zeit erkennen dürfen was es heißt alkoholkrank zu sein und welche Möglichkeiten es für mich zu einer abstinenten Lebensführung gibt.

Die Gruppe ist zu einem festen Bestandteil in meinem Leben geworden, denn hier habe ich zum ersten Male wahre Freunde kennengelernt. Freunde, die in jeder Situation für mich da sind und mir uneigennützig Ihre Hilfe zur Verfügung stellen.

Peter

Erfahrungen von Jürgen Peter - BlaukreuzSasel@web.de

Für mich ist die Gruppe sehr wichtig. Ich kann jedesmal etwas von der Gruppe für mich persönlich mitnehmen. Der Gruppenbesuch gibt mir auch immer wieder Kraft für den Alltag. Dort habe ich meine echten Freunde gefunden , mit denen ich über alles sprechen kann. Dieser Ort ist für mein Leben wichtig geworden.

Peter

Erfahrungen von Holger - Holgerguse@aol.com

Ich bin seit über 8 Jahren trocken und habe nach der ambulanten Therapie, die ca. 1 1/2 jahre dauerte, für mich eine Gruppe gesucht, in der ich mich einbringen wollte. In Potsdam konnte und wollte ich mich noch nicht outen. ich schaute mich in Berlin um, denn hier war ich einer unter vielen und ich werde nicht erkannt. In drei Gruppen habe ich sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Ich fühlte mich wohl, aber auch wie ein Fremder. 1999 war ich endlich soweit und habe mir in Potsdam eine Gruppe gesucht in der ich mich 100%-tig wohlfühle. Zwischen den Gruppen habe ich auch Pausen eingelegt, aber nie länger als ein halbes Jahr. Ich kann noch viel zu meinen Gruppenerfahrungen erzählen, aber dieses sei erwähnt, " Gruppe ist überlebenswichtig " !

Bei Besuchen in der Psychiatrie, auf der Entgiftungsstation, treffe ich regelmäßig Menschen, die viele Jahre trocken waren, aber es alleine schaffen wollten.

Denkt mal über den folgenden Satz nach: " Ich muß es alleine schaffen, aber alleine schaffe ich es nicht ! "

Holger

Erfahrungen von Armin Reuther / KB Kitzingen- Armin.Reuther@t-online.de

Ich habe in mehr als zwei Jahrzehnten versucht vom Alkohol wegzukommen. Ich habe versucht kontrolliert zu trinken. Alle Versuche haben fehlgeschlagen. Die SHG hat mir geholfen, dass ich nun schon 8 Jahre trocken und zufrieden lebe. Der Besuch der SHG ist für mich lebensnotwendig.

Armin

Erfahrungen von Ralf - mr.blacky@t-online.de

Hallo ich bin Ralf ,

seit nunmehr über 5 Jahren nach erst Entzug Trocken.

Meine Erfahrungen in der SHG sind wie im Fragebogen schon beantwortet teils Positiv , teils Negativ . Doch zum grösseren Teil Positiv . Denn es ist wie im Wirklichen Leben auch in einer SHG sitzen halt Menschen . Für mich Persönlich kann ich sagen ohne SHG würde ich wahrscheinlich diese Zeilen nicht an dich schreiben . Die SHG ist ein Bestandtteil meines Lebens geworden .

Ralf

Erfahrungen von Karl - oneandonly56@hotmail.com

Ich habe, auch in schwersten Zeiten, ganz am Anfang, als ich aufgehört habe, viel Hilfe und viel Liebe von den anderen Mitgliedern empfangen dürfen. Die Erfahrungen, die ich machen durfte, haben mir sicher dazu verholfen, daß ich auch heute noch, nach 10 Jahren, ein trockenes, zufriedenes Leben führen darf. Und das ohne Rückfall.


Karl

Erfahrungen von Hermann Baumgartner - kreuzbund.bermatingen@web.de

SHG`s sind richtig und nötig.

Wenn Vereinsmaierei sich auf ein minimum an Organisation begrenzt gibt es keine besseren Möglichkeiten (vor allem im Bereich der Nachsorge) als die SHG.

Unter dem Dach eines größeren Verbandes sehe ich die besseren Möglichkeiten in den Bereichen Schulung und Raumbeschaffung. Der Nachteil liegt bei den zeitlichen Erwartungen derer, die nicht mehr im Berufsleben stehen an die Ehrenamtlichen die "nebenbei" auch noch arbeiten müssen.

Hermann

Erfahrungen von Manfred Fuchs - elch@elchonline.de

Ich habe gute Erfahrungen mit SHG gemacht und kann nur jedem eine gute Gruppe wünschen. Ohne SHG sähe es ziemlich trostlos aus.


Manfred

Erfahrungen von Detlef Streul - detlef.streul@t-online.de

" Leider " meist überaltert.


Detlef Streul

Erfahrungen von Manfred Elzner - elzner@web.de

Hallo liebe Freunde,

meine Name ist Manfred - ich bin Alkoholiker und heute trocken.

Vor ca. 25 Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, daß man ohne Alkohol leben kann. Ich glaubte niemals daß ich Alkoholiker bin- trotzdem ging ich in eine 6 monatige Kur um normal trinken zu lernen, so dachte ich. Eine Gruppe kam für mich nicht in Betracht- ich bin doch kein Alkoholiker, evtl. alle anderen aber nicht ich. So mußte ich bald eine sogenannte Auffangkur machen von 3 Monaten, danach eine Antabuskur, mehrere Krankenhausaufenthalte- lebensmüde,- Scheidung,- als "Penner" auf der Parkbank gelandet,- keine Arbeit. Am Tiefpunkt angelangt gab es nur eines- endlich krepieren oder aufhören mit trinken. Ich ging freiwillig in eine geschlossene Abt. der Psychatrie in die Klapse- ich war also verrückt oder sollte es hier werden? So entsetzliche Schreie und stupides dahinvegetieren habe ich mir nicht vorstellen können. Und hierein kamen 2 AAler und machten ein Meeting. Und sie erzählten von sich und es war mein Leben. Ich bekam Hoffnung,- wenn die es geschafft haben, wie sie es erzählten, dann könnte ich es doch auch schaffen!?

AA kam also zu mir- so empfand ich es. Von dort an ging ich nach meiner Entlassung in die AA Gruppe und nun schon über 25 Jahre. (Freiburg und Bad Krozingen)

Warum schreibe ich das. Ich habe ein Buch (Durch die Hölle zum Licht-ISBN 3-89811-078-8, Pseudonym: Günter Renzle) geschrieben über mein Leben, über das Leben in und mit AA. Vielleicht auch eine Liebeserklärung und ein Dank an AA und der höheren Macht. Und nun verstehe ich diese AA nicht mehr. Mein Buch ist nichts anderes als die Berichte in den AA Informationen- eben nur als Buch. Ich verschenkte zum größten Teil mein Buch an die AA Freunde in der Gruppe. Die Gruppe in Freiburg und Bad Krozingen gab mir zu verstehen, daß nur AA Literatur verbreitet werden darf und ich dies auf Grund der AA Statuten unterlassen soll. Es ging mir hier nicht um die kommerzielle Verbreitung, sondern um die Wegweisung zur Hilfe über die AA Gruppe. Dieses Verhalten erscheint mir sektiererisch, wenn ein AAler seine niedergeschriebenen Erfahrungen anderen nicht mehr übergeben darf. Obwohl für die Veröffentlichung der 12 Schritte und der Präambel die Genehmigung des AA Interessenverbandes e.V. vorliegt. So habe ich nach langen Überlegungen mich entschlossen eine andere Selbsthilfeorganisation aufzusuchen. Denn eins habe ich für mich gelernt- ohne Gruppe kann ich nicht trocken und zufrieden leben.

Ich möchte mich für die vielen schönen 24 Stunden bei und mit AA bedanken, bei den vielen Freunden die ich in dieser langen Zeit kennenlernen durfte. In der Gewissheit getragen zu werden in der Kraft der höheren Macht verbleibe ich mit dem Wunsch auf viele weitere gute 24 Stunden.

Manfred

Erfahrungen von Werner - schaffhausen@hotmail.com

Ich bin nun schon 19 Jahre trocken und bin glücklich, dass ich praktisch auf der ganzen Welt an ein Meeting kann. Wenn ich auch die Sprache nicht immer ganz verstehe, bin ich doch unter Leuten, welche mich ohne Worte verstehen und mir so helfen trocken zu bleiben und nüchtern zu werden.


Werner

Erfahrungen von Andreas Pawelzik / Wir Helfen Uns e.V. - mail@wirhelfenuns.de

Meine Erfahrungen mit einer SHG sind durchweg positiv. Da ist aber kein Wunder, da ich aktives Mitglied einer SHG bin, unsere WEB-Site Wir Helfen Uns e.V.


Andreas

Erfahrungen von Marc Sauer - msauer@pt.lu

Ich kann wirklich jedem Betroffenen raten, eine SHG zu besuchen. Ohne diese wöchentliche Unterstützung von liebgewonnenen Freunden wäre ich schon lange in der Gosse gelandet oder tot!!!


Marc Sauer

Erfahrungen von Jochen Brandenburg - jobra10@web.de

Ich bin seit dem 9.9.1999 Trocken durch Entgiftung im Krankenhaus.
Am 20.9. bin ich das erste Mal in der Gemeinschaftsgruppe der Guttempler "Frisch auf Nortorf" gelandet.
Ich bin noch heute so arrangiert, daß ich seit Januar d.j. das Sachgebiet Bildung leite.

Ich kann nur jeden Betroffenen / Co - Betroffenen empfehlen, sich einer SHG ( egal welcher ) anzuschließen. Es gibt unter Seinesgleichen einen gewaltigen Halt, sich auch künftig unter Kontrolle zu halten.

Jochen Brandenburg

Erfahrungen von LangKorn - LangKorn@aol.com

Ich besuche zwei SHG regelmäßig im Wechsel. In den SHG habe ich für mich persönlich einiges angenommen. Ich finde es sehr wichtig, daß man aus den Erfahrungen Anderer lernt. Da ich nicht nur Betroffene bin, sondern auch Angehörige, kann ich meine Erfahrung von beiden Seiten her mitteilen und ich verstehe die Ängste der Betroffenen gegenüber den Angehörigen jetzt besser. Aber in erster Linie bin ich Betroffene, die aus den Erfahrungen "alter Hasen" lernt. In den SHG erhalte ich auf fast allen Fragen, die sich auf dem Weg der Abstinenz stellen, eine Antwort. Ich kann nur jeden raten, sich in seiner Nähe eine SHG zu suchen.


LangKorn

Erfahrungen von Klaus-D. Wehmeier - wehmeier-bielefeld@t-online.de

Ich heiße Klaus, bin alkohol-, medikamenten- und drogenabhängig und möchte etwas dazu sagen, warum mir der Besuch einer Selbsthilfegruppe wichtig ist. Eure Seite im Internet finde ich hervorragend. Ich bin neuer Nutzer des Netzes und stieß beim Suchen durch Zufall auf Euch. Ich besuche seit 1986 (seit Beendigung meiner Therapie in der Fachklinik Bad Tönisstein) meine Selbsthilfegruppe "LichtBlick e.V." in Bielefeld.

Dieser Besuch ist fester Bestandteil meines trockenen Lebens geworden.

Ich habe hier zu ersten Mal im Leben "echte Freundschaften" entwickeln können, habe meine Angst vor anderen Menschen überwunden und selbst nach nun fast 15 Jahren der Abstinenz ist mir das wöchentliche Treffen mit Gleichgesinnten, das Treffen mit Freunden/innen sehr wichtig.

Ich möchte nicht missen, einmal in der Woche über mich und meine alltäglichen Probleme reden zu können, mich offen und ehrlich meinen Mitmenschen zu zeigen, über die Probleme und Fragen, welche der Alltag mit sich bringt, reden zu können. Mich verstanden und angenommen zu fühlen und das Gefühl zu haben, dass selbst in den Momenten, in denen wir Gruppenmitglieder nicht einer Meinung sind, wir uns doch verstehen und annehmen können. Ich habe mittlerweile Verantwortung in der Gruppe übernommen, leite seit einigen Jahren den Verein "LichtBlick e.V." und habe feststellen dürfen, dass das Weitergeben der eigenen Erfahrungen immer etwas zu mir zurück bringt. Ich möchte jedem empfehlen, der vor der Frage steht: "Wird mir der Besuch einer Selbsthilfegruppe zum Erreichen einer zufriedenen Trockenheit (oder überhaupt) etwas bringen?" sich erst einmal unbefangen auf den Besuch einer Selbsthilfegruppe einzulassen, diese einige Male aufzusuchen um zu sehen, wird in dieser Gruppe meine Sprache gesprochen. Sitzen in dieser Gruppe Menschen, mit denen ich mein Leben teilen möchte. Sind mir die meisten der Gruppenmitglieder sympathisch. Die AAs sprechen davon, dass man die ersten 10 Male beim Besuch einer neuen Selbsthilfegruppe "Das man die Watte aus den Ohren nehmen solle und diese in den Mund stecken solle."

Wenn es einen dann in dieser Gruppe nicht gefällt, eine andere Gruppe zu suchen - es gibt in den meisten Städten mehre Selbsthilfegruppen - bis man die für sich passende Gruppe gefunden hat. Jede Selbsthilfegruppe hat ihr eigenes Profil und bei der Reichhaltigkeit des Angebotes, ist sicherlich für jeden etwas dabei. Man muss nur anfangen zu suchen!

Mich hat die Zeit meiner Sucht meinen Mitmenschen entfremdet. Normale Kontakte und normaler Umgang mit ihnen war mir die letzten Jahre meiner Sucht nicht mehr möglich. Ich hielt mich für nicht mehr liebenswert und verachtete somit mich und meine Mitmenschen. Ich sah mich isoliert von ihnen und habe durch den Besuch der Selbsthilfegruppe gelernt, dass wir Menschen doch letztendlich alle im gleichem Boot sitzen. Habe wieder Vertrauen in mich und meine Mitmenschen gefasst und verdanke dieses alles letztendlich dem Besuch meiner Gruppe.

Ich möchte jedem Mut machen, die Krankheit "Alkoholismus" nicht als Schande anzusehen. Sich seinem Schicksal zu stellen, aus ihm zu lernen und sich mit sich und seiner Geschichte auszusöhnen. Als meine Therapeutin Conny einmal sagte: "Ich heiße Conny, bin Alkohol- und Medikamenten abhängig und bin damit einverstanden!" verstand ich nicht, wie sie dieses sagen konnte. Wie konnte sie damit einverstanden sein abhängig zu sein. Heute nach Jahren der Abstinenz verstehe ich was sie mir damals sagen wollte, sie hatte ihre Krankheit angenommen, sich mit sich und ihrer Geschichte ausgesöhnt und hatte zur Ruhe und zum inneren Frieden gefunden.

Dieses zu erreichen, dabei hilft mir der Besuch meiner Selbsthilfegruppe. Dieser Weg steht uns letztendlich allen offen, es liegt nur an jedem Einzelnen ihn auch zu gehen.

Ich wünsche viel Erfolg beim Beschreiten dieses Weges.

Euer
Klaus

Erfahrungen und Anfrage von Gerd Dahlheimer - Gerd.Dahlheimer@T-Online.de

Hallo alle zusammen, ich weiß nicht ob ich hier an der richtigen Stelle bin. Ich hoffe aber doch. Ich spreche hier für unsere ganzen Gruppenmitglieder. Wir sind eine Selbsthilfegruppe die der Diakonie angeschlossen ist. Wir möchten uns einmal mit anderen Gruppen Erfahrungen austauschen und besuchen. Wir sind eine eingeschweißte Gruppe und schon länger zusammen, was uns in der letzten Zeit auffällt ist, das wir kaum noch Themen haben über die wir reden bzw. Diskutieren können und dieses möchten wir ändern. Vieleicht gibt es auf diesem Wege die Möglichkeit mit anderen Gruppen die die gleichen Erfahrungen gemacht haben in Kontakt zu treten um diese Erfahrungen auszutauschen und um unsere Situatuion zu verbessern.

Also meldet euch bitte.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd Dahlheimer

Erfahrungen von Alfred Neupert - aneupert@gmx.de

Nach jahrelangem trinken kam für mich vor rd.2,5 Jahren das absolute AUS.Blaulicht und Klinik waren die letzte Rettung.Aus der Klinik herraus,und durch "Druck"seitens der Klinik,wurde ich bei der Suchtberatungsstelle vorstellig.Dort wurde mir u.a. empfolen,eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen bzw.mich ihr anzuschließen.Ich tat das noch am Tag meiner Entlassung aus der Klinik.Zu diesem Zeitpunkt war ich u.a. noch der Meinung,ab und zu ein Glas Bier oder ein Schnaps können nicht schaden.Auch eine Feier ohne Alkohol war mir unvorstellbar.Aber die Gruppe belehrte mich bald eines besseren.Zum ersten Mal hörte ich andere offen über ihr Leben mit den Alkohol sprechen,hörte ich vom Kampf ums trocken sein,von Rückfällen und den Katzenjammer danach.Sehr schnell erkannte ich,dass ich nie wieder Alkohol trinken darf,wenn ich wieder ein sinnvolles Leben führen will.Mitlerweile führe ich ein erfülltes Leben.Ich habe eine neue Wohnung,reise regelmäßig (bis nach Sri Lanka),bin Mitglied in einem Sportverein,im Reiseklub und leite eine Kegelgruppe mit 18 Mitgliedern.Zu allem hat mir die Selbsthilfegruppe verholfen.Ich besuche regelmäßig die Gruppenstunden,und wenn ich mal nicht teilnehmen konnte,fehlte mir richtig etwas.Auch beteilige ich mich aktiv an der Gestaltung der Gruppenstunden,es macht mir Spaß und ist ein Teil meines Lebens geworden.Dabei unterhalten wir uns nicht verbissen nur über Alkohol.Probleme des täglichen Lebens,Hilfeleistung für das Gruppenmitglied oder auch mal kegeln o.ä.stehen auf den Programm.Kurz und gut,es macht Spaß,regt aber auch immer wieder zum Nachdenken an.So eine Zusammenkunft motiviert mich immer für die folgende Woche.Ich werde wohl ständig Mitglied unsere Selbsthilfegruppe bleiben(auch ohne Rückfall)


A.Neupert

Erfahrungen von Dirk - dnetzer@dnetzer.de

Ich gehe seit 8 Jahren zu den AA und denke das war eine gute Entscheidung für mich. Ich bin zwar alles andere als aber mit den 12 Schritten komme ich ganz gut zurecht. Und die Art wie man dort miteinander umgeht finde ich auch ganz gut z.B. nicht zu diskutieren das habe ich früher auch immer gut gekonnt. Heute rede ich über mich die anderen über sich Ratschläge sind Genickschläge was für mich gut ist muß nicht auch für andere gelten. Ich habe im Suff immer einen guten Rat für andere gehabt und wenn es der größte Blödsinn war, aber für mich habe ich nur Blödsinn im Kopf gehabt. Deshalb machen die AA es anders und das ist gut so für mich. Aber am wichtigsten ist eigentlich , dass ich Überhaupt was tue, und da denke ich ist für mich als Alki eine SHG schon sehr wichtig.

Alles Gute und 24h
Dirk

Erfahrungen von Ingrid - ingwi@gmx.de

Hallo, ich bin eine Angehörige von zwei Alkoholkranken. Von meinem Mann habe ich mich aus diesem Grund getrennt. Ich habe vor 6 Jahren eine Beratungsstelle aufgesucht und es wurde mir dort weiter geholfen. Mein Sohn ist seit dieser Zeit trocken und arbeitet in der SHG und in der selbigen Einrichtung. Für mich sind Selbsthilfegruppen eine wichtige Hilfe. Ich habe aber auch festgestellt, daß es für Angehörige überhaupt zu wenig Angebote gibt. Es kommt mir manchmal so vor, als ob die Angehörigenhilfe an zweiter Stelle steht.Unsere SHG für Angehörige sucht auch nach Seminaren, die sich mit dem Thema der Angehörigenhilfe beschäftigen.

Ingrid

Erfahrungen von Norbert Heltweg - Norbert.Heltweg@t-online.de

Etwas zu meiner Person:

Ich bin im Oktober 2000, nach einer 4-monatigen Alkoholtherapie in der Klinik "Am
Hellweg" in Oerlinghausen, wieder in ein, jetzt endlich, glueckliches Leben zurueck gekehrt.
Seit April 2000 besuche ich unsere Selbsthilfe-Gruppe in Schoeppingen.In der ersten Zeit vor, und besonders auch nach der Therapie hat mir diese Gruppe enorm geholfen.
Inzwischen bin ich stellvertretender Gruppenleiter der Gruppe 3. Ich hoffe auf diesem Wege anderen Alkoholkranken, und besonders auch deren Angehoerige, bei dem ersten Schritt >weg vom Alkohl< helfen zu koennen. Dass dieser erste Schritt der schwerste ist, weiss wohl jeder Alkoholiker selbst am besten, wenn ich aber ueberlege was mir dieser Schritt gebracht hat, dann tut es mir nachtraeglich um jeden Tag leid den ich bis zu diesem Zeitpunkt verpasst habe.
Besonders auch meiner Frau hat es gutgetan in unserer Gruppe mit anderen Frauen
von Alkoholikern ihre Probleme und Erfahrungen austauschen zu koennen. Es wird meiner Meinung nach sowieso viel zu wenig fuer die Angehoerigen ( Ehefrauen + Kinder ) von Alkoholkranken getan, denn diese Menschen benoetigen selber professionelle Hilfe, was fuer die Angehoerigen manchmal nicht so einfach einzusehen ist. ( mein Mann hat doch getrunken, ich doch nicht ) Umsomehr freut es mich, wenn es uns in unseren Gruppen gelingt eine Mitbetroffene zur Selbsterkennungstherapie zu bewegen, das Ergebnis macht immer wieder Freude.
So nun Schluss fuer heute und immer weiter so mit deiner HP.

Norbert

Erfahrungen von Rolf Kneier - rolf_kneierathotmail.com

Ich kann es jedem empfehlen, den Besuch einer SHG als ein MUSS zu betrachten. Ich habe letzte Woche mein 4. trockenes Jahr angefangen. Dank der SHG.
All die vielen Leidensgenossen und -genossinen sind mir jedesmal Ansporn, an meinem Entschluss festzuhalten.

Rolf

Erfahrungen von Christoph Koehn - c.koehn@plus.cablesurf.de

Ich kann nur Jedem den dringende Rat geben eine SHG regelmäßig zu besuchen.

Christoph

Erfahrungen von Rudolf Stoiber - stoiberrudi@gmx.de

Meine Ehrfahrungen sagen mir,geteiltes Leid ist halbes Leid und jedes Teffen mit der SHG macht mein Leben reicher und zufriedener.

Rudolf

Erfahrungen von Markus - husky40@vorsicht-bissig.de

Ich bin der Meinung, dass jeder Suchtkranke eine SHG regelmäig besuchen sollte. Allein schon um seine Krankheit nicht aus den Augen zu verlieren, denn das ist eine der gröten Gefahren um Rückfällig zu werden. Mir ging es jedenfalls so.

Markus

Stand 28.07.2009
Weitere Info`s zu Selbsthilfegruppen unter :